Review & Trailer “Dark Floors – the fear is here”
Bewertung: 6/10 Sterne
Orginaltitel: Dark Floors – The Lordi Motion Picture (/ Punainen liitu)
Filmlänge: 84min
Erscheinungsjahr: 2008
Produktionsland: Finnland
Regisseur: Pete Riski (macht die Lordi Musikvideos)
Schauspieler:
* Skye Bennett : Sarah
* Noah Huntley : Ben
* William Hope : Jon
* Dominique McElligot : Emily
Handlung:
„Nein, bitte nicht. Nein …“ hört der Zuschauer in den ersten Sekunden aus dem Mund der kleinen Sarah, die sich merklich unwohl fühlt in dem Computertomographen eines Krankenhauses. Sarah ist autistisch und ihr Vater Ben scheint mit der Verantwortung und der Besorgnis um sie alleine gelassen. Ben entschließt sich das Krankenhaus zu wechseln und packt die kleine Sarah kurzerhand in einen Rollstuhl und ab zum Fahrstuhl.
Ab hier beginnt alles anders zu kommen als gedacht, denn das Krankenhaus ist menschenleer und die Uhren scheinen stehengeblieben zu sein. Aber es muss doch einen Ausweg geben…
Meinung:
Also ich beginne kurz mit dem Drumherum. Warum Lordi, die finnische Hardrockband, Teil des Films sein mussten, weiß ich nicht; würde mich auch nicht stören, aber die Kostüme und Dämonen, die die Band personifizieren finde ich nicht so einfallsreich und gelungen. Der Film ist für internationales Publikum gemacht und so fällt überhaupt nicht auf, dass man es hier mit einer finnischen Produktion zu tun hat. Das Budget ist mit 4,2mio Euro weder klein (teuerster finnischer Film bisher; mit staatlicher Förderung), noch sehr groß, aber meiner Meinung nach toll ausgeschöpft.
Am Anfang störten mich die deutschen Synchronstimmen, die meisten hören sich irgendwie unpassend an. Nun, man gewöhnt sich dran. Besonders gut gelungen ist die Szenerie. Das Krankenhaus wird über den gesamten Film nicht verlassen und so konnte sich voll auf das Design dieses Ortes konzentriert werden. Und das Ergebnis ist mehr als gelungen, die sterile,glänzend helle Seite ist makellos, aber die düstere Variante ist der absolute Hammer. Fehlerfrei wurde hier alles heruntergekommen, verdreckt und mit schön drapierten Leichen zu einem herrlichen Setting in flackerndem blau-kühlen Neonlicht arrangiert.
Die Geschichte fängt äußerst interessant an, scheint sich dann aber etwas zu verlieren. Dem Zuschauer werden kaum Antworten geliefert und das Ende ist ausgesprochen unscharf. Mit jeder Minute entwickeln sich die Geschehnisse auf das Ende zu, aber hier versagt der Film leider eine deutliche Stellungnahme, was zurecht von vielen kritisiert wird. Schade!
Was zuerst nicht sonderlich auffällt ist, dass einem die Hauptcharaktere nur sehr knapp vorgestellt werden und man keinerlei tiefere Einblicke erhält. Es werden zwar Sympathien verteilt, aber so richtig nahe gebracht werden einem die Personen nicht.
Fazit:
Hier stehen eine wahnsinns Kulisse, gute Ideen in der Story und eine solide schauspielerische Leistung einem enttäuschenden Ende, ziemlich langweiligen Monstern und etwas flachen Charakteren gegenüber.
Dennoch kann man sich das Ganze mal ansehen.
6/10 Sterne
Trailer:
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